In Dänemark sind 10% der neuen Fahrräder E-Bikes. In Deutschland sind es 25%. Eines ist also sicher: Dies ist eine Branche, die sehr schnell wächst.


Dies wird viele traditionelle Radfahrer ärgern. Sie sehen das E-Bike als Betrug an oder als ein Gerät für alte Leute, die nicht die Kraft haben, noch in die Pedale zu treten. Hier passiert jedoch etwas, das jeden Radfahrer glücklich machen sollte.

Die Leute, die am ehesten ein E-Bike kaufen, sind diejenigen, die am wenigsten Spaß am „normalen“ Radfahren haben. Aber sie kaufen kein E-Bike, weil sie faul sind. Nicht zuletzt, weil E-Bikes sehr teuer sind.

Nein, sie wählen oft ein E-Bike, um innerhalb einer Stadt zu pendeln. Sie haben möglicherweise die Entscheidung getroffen, das Auto zu Hause zu lassen, oder entschieden, dass öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr bequem oder erschwinglich sind. Das Thema hier ist also Pendeln, nicht Bewegung!

Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Menschen in Städten leben und die zunehmende Erkenntnis, dass die durch Autos verursachte städtische Verschmutzung zum Klimawandel beiträgt, scheint das Radfahren ein unbestreitbarer Teil der Lösung zu sein. Aber es ist ein großer Sprung, von einem Autofahrer zu erwarten, dass er im Regen von einem warmen und komfortablen Auto zu einem Fahrrad wechselt.

E-Bikes erleichtern den Übergang, da sie ein ziemlich großes Hindernis beseitigen - zumindest für einen Büroangestellten. Ein paar Kilometer in die Pedale zu treten kann eine schweißtreibende Angelegenheit sein und am Ende der Reise einen Kleidungswechsel bedeuten. Aber ein E-Bike macht die gleiche Reise relativ mühelos.

Das Argument, dass E-Bikes keine so großen gesundheitlichen Vorteile bieten, trifft nicht wirklich zu. Schließlich hat die Alternative, das Sitzen im Bus, wirklich keine gesundheitlichen Vorteile.

Kopenhagen, Amsterdam und Hamburg sind Beweise dafür, dass sich die Einrichtungen in Städten verbessern können, wenn das Radfahren auf dem Vormarsch ist. Dies wiederrum zieht mehr Radfahrer an.

Jede Art von Radfahrer ist auf einem gut gestalteten Radweg oder einer speziell angefertigten Brücke sicherer. Jeder gewinnt, wenn die Radwegbeleuchtung verbessert wird.

Vielleicht ist es also die Anzahl der Räder, die zählt, und nicht, was sie zum Drehen bringt.